Fakten zum Grundeinkommen

Das wissen wir bereits.

Ist das Grundeinkommen wirklich finanzierbar?

Ja, ist es! Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat ein realistisches Finanzierungskonzept entwickelt. Es zeigt: Mit kluger Steuerpolitik und fairer Verteilung ist ein Grundeinkommen für alle möglich – heute schon.

83% aller Haushalte hätten mehr Geld zur Verfügung

Die große Mehrheit würde durch ein Grundeinkommen finanziell besser dastehen. Etwa 7 % hätten gleich viel. Nur die reichsten 10 % müssten unterm Strich mehr bezahlen. Heißt: Mehr Sicherheit für die vielen – finanziert von den wenigen, die es sich leisten können.

Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

So funktioniert die Finanzierung

Auszahlung: Zu Beginn jedes Monats bekommen alle Grundeinkommen – bedingungslos.

Finanzierung: Über höhere Steuern zahlen Menschen mit hohem Einkommen das Grundeinkommen anteilig, vollständig – oder sogar mehr – zurück. Wer wenig verdient, behält es in voller Höhe. So entsteht ein automatischer Ausgleich: von denen, die mehr haben, zu denen, die es brauchen.

Gehörst du zu den 83 %?

Was heißt Grundeinkommen für dich persönlich? Finde es heraus. Gehörst du zu den 83 %?

Dein monatliches Einkommen (netto)
1.000
Dazu zählt Einkommen aus Erwerbsarbeit, Lohnersatzleistungen und Rente.
Dein Bedingungsloses Grundeinkommen:
+ 1.200
Bekommst du am Anfang jeden Monats
Du zahlst mehr Steuern:
1.200
Um diesen Betrag steigt deine Einkommensteuer im Vergleich zu heute.
Du hättest jeden Monat
=

Das ist natürlich nur eine vereinfachte Darstellung. Steuern sind komplex und es gibt viele Modelle, wie Grundeinkommen finanziert werden kann. Wenn du es genau wissen willst, schau dir alle Details auf der Website der Finanzierungsstudie an.

Armut in der heutigen Form wäre nicht mehr möglich

Mit einem Grundeinkommen bekommen alle immer garantiert so viel, wie sie im Zweifel auch brauchen – noch bevor Armut entstehen kann. Eine bürokratische Bedürftigkeitsprüfung ist nicht mehr nötig. Das verhindert Scham, Stigmatisierung und daraus resultierende verdeckte Armut von heute 13 Millionen Menschen.

Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Die Schere zwischen Arm und Reich würde kleiner werden

Studien zeigen: Mit einem aus Steuern finanzierten Grundeinkommen sinkt die Ungleichheit messbar. Die Mittelschicht wird gestärkt, extreme Unterschiede werden kleiner. Das wirkt nicht nur ausgleichend – sondern auch stabilisierend auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Häufige Fragen zur Finanzierung

Warum rechnen wir mit 1.200 €?
Der Betrag orientiert sich an der Armutsgefährdungsgrenze in Deutschland. Er reicht aus, um grundlegende Bedürfnisse zu decken und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Deshalb nutzen wir 1.200 € als Modellwert in unseren Rechnungen – und auch in unserer Verlosung. Natürlich gibt es daneben auch andere Modelle mit abweichender Höhe – je nach Zielsetzung und Finanzierungsidee.
Führt Grundeinkommen zu Inflation?
Ein Grundeinkommen erhöht nicht die Geldmenge – es verteilt nur um: von oben nach unten. Dadurch kann die Nachfrage steigen. Aber Inflation entsteht nur, wenn das Angebot nicht mithält. Und das ist nicht zu erwarten: Studien zeigen, dass Menschen mit Grundeinkommen weiterhin arbeiten. Möglich sind Preisverschiebungen: Arbeit, die bisher schlecht bezahlt wird, könnte teurer werden – etwa in Pflege oder Erziehung. Das ist keine Inflation, sondern eine überfällige Korrektur. Gleichzeitig entstehen neue Formen von Arbeit jenseits des Profitdenkens – wie Genossenschaften oder solidarische Landwirtschaft. Und klar: Politische Maßnahmen wie Mietpreisregulierung bleiben wichtig. Ein Grundeinkommen ersetzt keine soziale Wohnungspolitik.
Spart der Staat woanders Geld ein?
Ja – und zwar deutlich. Viele bestehende Leistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld, BAföG oder Wohngeld könnten ersetzt oder zusammengeführt werden. Auch die Verwaltungskosten würden deutlich sinken – denn mit einem Grundeinkommen gäbe es weniger Anträge, Prüfungen und Sanktionen. Wichtig: Leistungen, die über das Existenzminimum hinausgehen – zum Beispiel für Pflege oder Behinderung – sollten erhalten bleiben. Das Grundeinkommen ersetzt nicht alles. Aber es vereinfacht viel.
Bekommen auch Reiche Grundeinkommen?
Ja, weil das Teil des Prinzips ist. Alle bekommen den gleichen Betrag. Wohlhabendere Menschen zahlen es über höhere Steuern aber direkt wieder zurück. Unterm Strich geben die einen mehr – und ermöglichen damit mehr Sicherheit für alle. So bleibt das System einfach, gerecht und transparent – ganz ohne komplizierte Bedürftigkeitsprüfungen.
Wäre Grundeinkommen billiger als unser heutiges System?
Ein Grundeinkommen wäre rein rechnerisch nicht billiger – es würde zunächst hohe Auszahlungen verursachen. Aber es könnte langfristig effizienter und kostensparender sein: etwa durch weniger Bürokratie, klarere Strukturen und positive gesellschaftliche Effekte. Studien zeigen, dass ein Grundeinkommen zum Beispiel die Gesundheit verbessern kann – mit sinkenden Kosten im Gesundheitswesen. Im kanadischen Mincome-Experiment in den 1970er-Jahren sanken die Krankenhausaufenthalte messbar. Auch in den Studienergebnissen des Pilotprojekts gibt es Hinweise, dass weniger Stress und Existenzängste zu solchen Entlastungen führen könnten. Eine genauere Untersuchung dieser möglichen Einsparungen veröffentlichen wir in Kürze auf unserer Website.

Die Finanzierungsstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Die Studie vom August 2023 hat ergeben, dass ein Grundeinkommen von € 1.200,- für alle finanzierbar ist.

Zur Website der Studie

Mehr dazu in unserem Magazin:

Das nächste große To Do fürs Grundeinkommen

Finanzierbarkeit bewiesen
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat 2023 ausgerechnet, dass ein Grundeinkommen von monatlich 1.200 Euro finanzierbar ist – und zwar über einen Steuerausgleich. In Deutschland hätten damit 83 % der Menschen mehr Geld in der Tasche als heute.
Individuelle Wirkungen untersucht
122 Menschen bekamen 3 Jahre lang 1.200 Euro pro Monat. Sie füllten insgesamt 8 Fragebögen aus – so wie die 1.580 Menschen aus der Vergleichsgruppe, die kein Geld erhielten. Unser Pilotprojekt hat so herausgefunden, wie Grundeinkommen auf den Menschen wirkt.
Gruppeneffekte erforschen
Wir wissen jetzt: Grundeinkommen verändert Leben. Die nächste Frage: Verändert es auch die Gesellschaft? Genau das wollen wir herausfinden.

Wir haben Großes vor!
Wir starten 2026 mit der nächsten Phase der Forschung. Direkt in der Verlosung – und du mittendrin!